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Poker School

So werden Pocket Paare gespielt

In diesem Kapitel erklären wir Ihnen, wie Sie Fehler beim Spielen von Pocket Paaren vermeiden.

Pocket Paare zählen zu den ertragreichsten Pokerblättern. Wenn Sie Pocket Paare jedoch falsch spielen, könnte Ihr Chip Stack ernsthaften Schaden nehmen. Beginnen wir also mit dem wohl schlechtesten Zug im Pokerspiel, der auch gleichzeitig das beste Beispiel für ein schlechtes Spiel mit Pocket Paaren ist.

Bei einem kleinen Paar all-in mitgehen

All-in mitzugehen, anstatt zu setzen oder zu erhöhen, lässt Ihnen nur eine Chance zu gewinnen: indem Sie das beste Blatt haben. Wenn Sie setzen oder erhöhen, haben Sie zwei Gewinnmöglichkeiten: indem Sie das beste Blatt haben oder Ihren Gegner zum Passen zwingen. Das klingt doch etwas besser, finden Sie nicht?

Wie Sie Pocket Paare gegen Overcards spielen

Angenommen Sie haben Pocket 7er – oder gar Pocket 2er – und Sie treten gegen zwei Karten wie A-K oder B-10 an, sind Sie der Favorit auf den Sieg, wenn auch nur mit einem hauchdünnen Vorsprung.

Warum? Dies sind die wichtigsten Szenarien, wie Ihr Pocket Paar verlieren kann:

  • Es wird zumindest eine der Overcards getroffen, z. B. D-D vs. A-K und das endgültige Board ist K-B-7-5-2.
  • Eine Straße, z. B. 7-7 vs. B-10 und das endgültige Board ist D-9-8-7-2 (nicht einmal ein Set 7er am Turn konnte das Pocket Paar retten).
  • Ein Flush, z. B. 8♥ 8♦ vs. D♠ B♠ mit dem endgültigen Board 10♠ 9♠ A♥ 3♥ 8♠ (hier ermöglichte die River-Karte, die die 8er zum Set machte, auch das Flush.
  • Sie werden counterfeited – eines der größten Probleme mit kleineren Paaren. Beispiel: 3-3 vs. A-9 mit dem endgültigen Board 10-6-6-5-5. Das Ass Ihres Gegners gibt ihm den entscheidenden Vorteil. Seien Sie also auf der Hut, wenn Sie ein kleines Paar haben und ein größeres Paar gefloppt wird.
  • Gegen B-10 antreten. Dieses Blatt erzielt mehr hohe Straßen als jedes andere Blatt. Wenn Sie ein Paar 4er hätten, wäre das stark wirkende Blatt A-K, das viel seltener Straßen bildet, ein wesentlich leichterer Gegner.

Es gibt jedoch einen Fall, in dem die Odds Ihr Paar favorisieren. Wenn Sie D-D halten und gegen A-K antreten, befinden Sie sich in der einzigen Situation, in der das Paar gegen die Overcards bessere Chancen hat. Mit 4 : 3 bzw. 1,33-1 bzw. 57,2% sind Sie ziemlich weit von einer Coin-Flip-Situation entfernt.

Diesen Vorsprung verdanken Sie den Damen. Sie schmälern nämlich deutlich die Möglichkeit, dass A-K mit einer Straße gewinnt, da dazu eine Dame auf dem Board nötig wäre. Und da schon zwei Damen sicher in Ihrer Hand liegen, sind Sie im Vorteil.

Wie Sie Pocket Paare gegen kleinere Paare spielen

Pocket Paare können in Gruppen unterteilt werden. Wir beginnen bei den kleinsten und arbeiten uns hoch:

Kleine Paare (2-2, 3-3, 4-4 und 5-5)

Mit diesen Paaren haben Sie eine vernünftige Chance einen Zweikampf gegen Overcards zu gewinnen. Diese Karten weisen aber mehrere deutliche Schwächen auf. Wenn drei oder mehr Spieler den Flop sehen, benötigen Sie normalerweise ein Set, um zu gewinnen, und diese Paare sind Counterfeits gegenüber am anfälligsten.

Mittlere Paare (6-6, 7-7 und 8-8)

In den meisten Fällen gilt für diese Blätter dasselbe wie für kleine Paare. Sie haben allerdings den Vorteil, dass sie von Counterfeits nicht so leicht angegriffen werden können und manchmal müssen Sie nur gegen eine Overcard antreten anstatt gegen zwei. Doch diese Blätter bereiten oft mehr Kopfzerbrechen als kleine Paare. Außer Sie floppen ein Set oder einen guten Straight Draw (d. h. das Board ist 4-5-6 und Sie haben 7-7), sollten Sie passen, und zwar schnell.

Gefährliche Paare (9-9, 10-10)

Für gefährliche Paare gilt im Prinzip dasselbe wie für mittlere Paare, sie behaupten sich aber gelegentlich gegenüber einem Gegner, der einen Teil seines Blatts getroffen hat (wie etwa jemand, der A-8 suited spielt und die 8 trifft). Spielen Sie sie wie mittlere Paare. Sie werden nur sehr selten counterfeited, doch versuchen Sie nicht, sie mit aller Gewalt durchzuziehen. Sie würden nur enttäuscht werden.

Bildkarten

B-B

Das schwierigste Blatt im No-Limit-Spiel. Es sieht zwar gut aus, da es aus Bildkarten besteht, doch es ist durch zahlreiche andere Blätter angreifbar. Spielen Sie es nur in günstigen Post-Flop-Situationen mit Überzeugung und versuchen Sie pre-flop nicht, es mit der ganzen Welt aufzunehmen.

D-D

Das drittbeste Anfangsblatt im Hold’em-Spiel. Wir empfehlen, es aggressiv zu spielen. Starten Sie mit einer kräftigen Erhöhung und warten Sie dann ab, ob der Flop ein Ass oder einen König bringt, bevor Sie Ihren nächsten Zug setzen.

K-K

"Cowboys" sind ein starkes Blatt, sie sind Assen aber noch immer unterlegen. Selbst ein blutiger Anfänger, der A-3 spielt, hat eine 30%ige Chance Sie zu schlagen. Seien Sie also auf der Hut, wenn Ihnen diese Karten in den Schoß fallen, denn wer verliert schon gerne auf diese Weise.

A-A

"Pocket Rockets" sind hervorragend, da Sie es nie mit einer Overcard aufnehmen müssen. Doch wie bei allen gefährlichen Karten, über die wir Ihnen bereits berichtet haben, sollten Sie wissen, wann Sie sich von ihnen trennen müssen. Besonders wichtig: Egal was Sie damit anstellen, Slow Play ist für dieses Blatt nicht das Richtige. Problematisch wird es nämlich, wenn ein anderer Spieler am Tisch ein stärkeres Blatt trifft und Sie es ihm noch dazu sehr kostengünstig ermöglicht haben. Wenn es ein Blatt gibt, bei dem Sie zeigen müssen, wer der Boss ist, dann ist es dieses.

Schlussfolgerung

Im Grunde genommen wissen Sie nicht, was Ihr Pocket Paar wirklich wert ist, bis der Flop auf dem Tisch liegt. Vor dem Flop ist es normalerweise das beste Blatt, aber wie wir alle wissen, ändert in Hold’em der Flop alles. Schalten Sie nicht auf stur und denken Sie immer daran: Bei diesem Spiel gibt es mehr als nur zwei Karten.